Naturheilpraxis am Englerplatz

Blutegeltherapie


Die Behandlung mit Blutegeln ist ein altes Ausleitverfahren, dass bereits bei den Babyloniern Verwendung fand. Die Therapie hat eine blutgerinnungshemmende, entzündungswidrige und schmerzstillende Wirkung. Zudem wird das Lymphssystem positiv angeregt. Der Unterschied zum einfachen Aderlass beruht auf den Inhaltsstoffe, die von den Blutegeln produziert und ins Blut abgegeben werden.

Die Blutegeltherapie wird bei folgenden Erkrankungen empfohlen:

  • Rheuma
  • Herpes Zoster (Gürtelrose)
  • Varikosis (Krampfadern)
  • Tinnitus oder nach einem Hörsturz
  • Thrombosegefahr
  • Furunkeln und Karbunkeln
  • Phlebitis
  • Hypertonie
  • Arthrose (z.B. Knie oder Daumen)
  • Arthritis
  • Ulcus cruris
  • Sehnen-/Sehnenscheidenentzündungen

Behandlungsablauf

Die Behandlung erfolgt durch das Ansetzen der Blutegel an den betroffenen Körperarealen. Es werden dabei je nach Körperregion unterschiedlich viele (4 – 12) Blutegel auf die Haut gesetzt. Die Haut sollte hierbei frei von parfümierten Substanzen wie Seife, Duschgel, Bodylotion o.ä. sein.

Die Bisse der Blutegel sind nicht schmerzhaft. Es wird im Behandlungsverlauf jedoch ein Ziehen und Brennen in Intervallen an der Bissstelle wahrgenommen. Dabei saugen die Blutegel sich langsam voll Blut. In der Regel dauert es circa 1 bis 2 Stunden bis sie sich vollgesogen abfallen lassen. Da manche auch eher gemütlich sind und sich Zeit lassen, muss man stets genügend Zeit für die Behandlung einplanen.

Danach bluten die Bissstellen für circa 6 bis 18 Stunden weiter. Dies ist ein bedeutender und erwünschter Effekt der Therapie. Diese Nachblutung erklärt sich durch die verschiedenen Inhaltsstoffe des Blutegelspeichels. Sie sind blutgerinnungs- und entzündungshemmend und spielen eine große Rolle bei der Heilwirkung der Therapie.

Nach der Behandlung in der Praxis für den Weg nach Hause werden die Bissstellen mit einem saugfähigen Verband versorgt. Durch die kontinuierliche Blutung der Wunde, wird dieser nach einer Weile durchgeblutet sein und muss anschließend vom Patienten in regelmäßigen Zeitabständen gewechselt werden. Zu Hause empfiehlt es sich deshalb den restlichen Tag gemütlich zu verbringen und die Wunde in regelmäßigen Abständen gut zu versorgen.

In den darauffolgenden Tagen empfiehlt es sich die Bissstellen gut mit einem Wundpflaster zu schützen. Es kann sein, dass sich ein kleiner Bluterguss bildet, die regionalen Lyphknoten leicht anschwellen oder Juckreiz auftritt.

Die positive Gesamtwirkung tritt in der Regel nach 1 bis 3 Tagen ein.

Mehr Informationen zur Therapie finden Sie hier.

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